Die Wachstumsgeschichte verlief in vier Etappen. Ausgehend von gemieteten Büro- und Lagerräumen im Jahr 2006 bezog das Unternehmen 2010 seine erste Produktionsstätte und importierte seine ersten Hydraulikpressen aus Deutschland. 2014 errichtete Graepel North America ein eigenes Werk im Südwesten Omahas und verdoppelte 2022 die Fläche erneut. Mit der Installation einer Schnellläuferpresse im Jahr 2026 wurde diese Entwicklung fortgesetzt, sodass nun alle Produkte in Omaha hergestellt werden.
Mark Zumdohme, President und CEO von Graepel North America, hat den Standort 2006 mitgegründet und leitet ihn bis heute. Er erinnert sich: „Wir sind ohne Erwartungen gestartet. Nebraska hat uns überzeugt, durch die Menschen, die wir hier vorgefunden haben, und dank der Unterstützung, die wir von Anfang an erhalten haben und bis heute bekommen. Diese Kombination hat das Unternehmen aufgebaut.“ Für Graepel ist das US-Werk zu einer zentralen Säule seiner internationalen Fertigungsstrategie geworden. Mit sechs Standorten in Deutschland, Ungarn, Indien und den USA beliefert Graepel heute Kunden in über 30 Ländern. Die Rolle des Werks in Omaha hat sich dabei von einem Logistikzentrum zu einem Full-Service-Partner für Engineering und Produktion entwickelt. Heute kennen Kunden Graepel North America als amerikanischen Hersteller mit deutschen Wurzeln.
Carlo Graepel, gemeinsam mit seinem Bruder Felix Graepel Vorstand der Friedrich Graepel AG, erklärt: „Vor zwanzig Jahren haben wir eine Entscheidung getroffen, die die Zukunft von Graepel maßgeblich geprägt hat: Wir wollten dort präsent sein, wo unsere Kunden sind, mit derselben Qualität und Zuverlässigkeit, die sie aus Deutschland gewohnt waren. Graepel North America beweist jeden Tag, dass das die richtige Entscheidung war. Und es wird noch viel mehr kommen.“
Graepel North America war das erste Unternehmen im Raum Omaha, das das deutsche duale Ausbildungsmodell im Rahmen des ICATT-Programms der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer einführte. Heute nehmen mehr als 4.000 Menschen in Nebraska an ähnlichen Ausbildungsprogrammen teil, was den weitreichenden Einfluss der deutsch-amerikanischen Geschäftsbeziehungen in der Region widerspiegelt.
Das Jubiläum wird am 8. Mai 2026 am Standort Omaha gefeiert.